Alles wichtige zu Skibrillen

Eine Skibrille dient dem Schutz des Auges beim Skifahren vor zu starkem Blenden durch die Sonne und aufgewirbeltem Schnee. Gerade die starke Reflexion des Lichtes durch den Schnee kann zur sogenannten Schneeblindheit führen. Dabei werden die Hornhaut und die Bindehaut des Auges wie bei einem Sonnenbrand geschädigt. Besonders der hohe UV-Anteil des Lichtes besitzt eine zerstörerische Wirkung. Das gilt sowohl für Skifahrer als auch für Extrembergsteiger. Deshalb gehören für passionierte Wintersportler zur Wintersportausrüstung neben dem Ski auch der Skihelm und die Skibrille dazu. Die Skibrille muss allerdings über einige wichtige Eigenschaften verfügen, um für die Gesundheit der Augen garantieren zu können.

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Im Folgenden sollen einige wichtige Merkmale von Skibrillen dargestellt werden

Arten von Skibrillen

Grundsätzlich werden zwei Arten von Skibrillen unterschieden. So gibt es die sogenannten Ski-Googles. Das sind Brillen, die fast das gesamte Gesicht bedecken. Wenn nur kurze Strecken mit dem Ski zurückgelegt werden sollen, können aber auch normale Sonnenbrillen oder Sportbrillen benutzt werden. Es soll noch darauf hingewiesen werden, dass alle Skibrillen sowohl für Ski fahrende Damen als auch für Ski fahrende Herren geeignet sind. Allerdings müssen die Unterschiede zwischen Brillenträgern und Personen, die keine Brille tragen, berücksichtigt werden. Für Brillenträger muss die Skibrille neben der allgemeinen Ausrüstung noch mit zusätzlichen Merkmalen ausgestattet sein.

Allgemeine technische Ausrüstung von Skibrillen

Eine moderne Skibrille ist mit den neuesten Technologien ausgerüstet, die den wichtigsten gesundheitlichen und ergonomischen Erfordernissen entsprechen. Bei der Gestaltung der Brillen darf natürlich auch der Komfort nicht zu kurz kommen.

Auf der Grundlage dieser Erfordernisse wurde auf folgende Punkte besonderes Augenmerk gelegt:

Blueattenuator als Farbfilter

Mithilfe der Blueattenuator in der Scheibe wird ein großer Teil des Blauanteils des Lichtes absorbiert. Je größer die Absorption für blaues Licht ist, desto schärfer werden die Kontraste. Dabei haben sich fünf Kategorien für die Lichtdurchlässigkeit etabliert, wobei als deren Einheit VLT (visible light transmission) gilt. Der höchste Grad der Lichtdurchlässigkeit beginnt mit der Kategorie 0.

  • Kategorie 0 gilt bei Flutlicht und starker Bewölkung. Die Lichtdurchlässigkeit beträgt 80 bis 100 % VLT.
  • Kategorie 1 wird bei wechselnden Verhältnissen eingesetzt. Hier gelten 43 bis 80 % VTL.
  • Kategorie 2 ist für teils bewölkte und teils sonnige Tage geeignet mit 18 bis 43 % VLT.
  • Kategorie 3 gilt bei überwiegendem Sonnenschein mit 8 bis 18 % VLT.
  • Kategorie 4 wird mit 3 bis 8 % VLT bei Sonnenschein eingesetzt.

Form und Eigenschaften der Brillengläser

Die Brillengläser der Skibrillen besitzen sphärische Formen und sind so den Augenformen nachempfunden. Dadurch kommt es nicht zur Verzerrung der Bilder. Es gibt auch Doppelscheiben, verspiegelte Scheiben sowie polarisierte Scheiben. Die Brillengläser besitzen Antifogbeschichtungen, welche ein Beschlagen der Scheiben verhindern sollen. Des Weiteren sind die Brillen auch mit einem modernen Belüftungssystem ausgestattet. Dabei gibt es Belüftungsöffnungen in der Scheibe sowie an der Ober- und Unterseite des Brillenkörpers. Außerdem strömt zusätzlich auch die Luft in das Innere der Brille, um ein Beschlagen der Scheiben zu verhindern.

Die Skibrille für Brillenträger

Für einen Brillenträger bedarf die Skibrille noch zusätzlicher Ausrüstungen. Dabei gibt es wiederum unterschiedliche Formen.

Over the Goggles

Geläufig ist beispielsweise die Brille über der Brille. Umgangssprachlich wird sie auch als OTG oder „Over the Goggles“ bezeichnet. Dabei ist die Skibrille so konstruiert, dass sie über der Korrekturbrille aufliegen kann. Außerdem sind die Brillen mit Silikon oder Schaumstoff ausgerüstet, um einen besseren Tragekomfort zu gewährleisten.

Andere Möglichkeiten für Brillenträger

Für Brillenträger können in die Skibrillen auch Sehverstärker eingebaut werden. Dafür müssen die Gläser jedoch vom Optiker geschliffen und angepasst werden. Zu bedenken ist, dass in diesem Fall die Krankenkassen keine Kosten übernehmen.

Es gibt auch Brillen mit einem Clipmechanismus. Dabei können die Gläser mithilfe einer eigens vom Hersteller vorgesehenen Einrichtung gewechselt werden. Es handelt sich um einen Schlitz, in welchen die Gläser geschoben oder magnetisch angebracht werden. So können sowohl die entsprechenden Gläser mit Sehstärke als auch die bestimmten klimatisch angepassten Gläser eingebaut werden.

Wichtige Anbieter

Besonders die Hersteller Alpina, Oakley und Uvex sind Anbieter von modernen Skibrillen. In ihren Angeboten befinden sich hauptsächlich Ski-Goggles mit allen wichtigen technologischen Ausrüstungen.

Alpina entwickelte im Jahre 1993 die neue QUATTROFLEX Scheibentechnologie. Mithilfe dieser Technologie wird 20 Prozent mehr Beschlagfreiheit, 30 Prozent mehr Kontrasterkennung und eine 50 Prozent härtere Frontscheibe erreicht.

Das amerikanische Unternehmen Oakley Inc. ist in der Bekleidungsbranche tätig. Seine bekanntesten Produkte sind Ski- und Sonnenbrillen, die mit modernster Technologie ausgerüstet sind.

Die international tätige Firma Uvex verkauft Sicherheits- und Schutzprodukte im Freizeit-, Sport- und Berufsbereich. Der Name Uvex leitet sich aus der Bezeichnung „ultraviolet excluded“ nach dem Sonnenbrillenmerkmal UV-Schutz her.

Fazit

Auf der Suche nach der richtigen Skibrille ist neben der Lichtdurchlässigkeit und persönlichen Passform besonders bei Brillenträgern auf die richtige Ausrüstung zu achten. Bei häufigen Einsätzen sollten die Brillengläser zur Anpassung an die unterschiedlichen Lichtverhältnisse austauschbar sein.